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Scherben (Arthur Miller)

Lange Zeit vermisste Gespräche Was muß in dieser Frau wach geblieben sein, die im Angesicht von Hitlers Terror vor Angst buchstäblich gelähmt ist? Was war da passiert, wenn die Liebeserklärung ihres Gatten mit einem erstaunten „Was soll das?“ abgewürgt wird? Altmeister Arthur Miller gab in „Scherben“ vor zahlreichen Zuschauern spannende Auskunft. Ein architektonisch bestehendes, zudem funktionales Bühnenbild, das kürzeste Umbaupausen … Weiterlesen

Hedda Gabler (Henrik Ibsen)

Zwiespältiger Eindruck bei Hedda Gabler Etwas zwiespältige Gefühle hinterließ die Aufführung von Ibsens „Hedda Gabler“, die am Mittwochabend zugleich Saisonhalbzeit und Winterpause im Stadttheater markierte. Anja Kling als Hedda: eine schöne, kalt berechnende Frau, gewiss. Und Michael Meister ein Gatte, der vor Staunen über diese Errungenschaft zum zappeligen Hauskasper degeneriert. Schwer vorstellbar, daß er – immerhin Staatsstipendiat der Kulturgeschichte- eine … Weiterlesen

Duett im Zwielicht (Noel Coward)

Komödiantisches zur Homosexualität Die Frage mag erlaubt sein, ob tatsächlich ein solcher Aufwand an Dialogen nötig ist, um jene Lebenslüge von Sir Hugo Latymer angemessen zu attackieren. Immerhin ist es dank der überzeugenden Darsteller gelungen, zumindest den zweiten Teil der Komödie von Noel Coward zu einem spannenden Unterhaltungsstück zu hieven. Die Komödie „Duett im Zwielicht“ wurde 1964 uraufgeführt. Zu jener … Weiterlesen

Ich, Feuerbach (Tankred Dorst) (1997)

Dorst-Stück eine Sternstunde im Lindauer Stadttheater Eine grandiose Demonstration packender Schauspielkunst vollzog sich am Mittwochabend im Stadttheater. Heribert Sasse zelebrierte Tankred Dorsts „Ich, Feuerbach“ – absoluter Höhepunkt seit langem. Verwirrung zunächst. Fünf, ja: sieben Minuten nach Acht bereits. Arne Lehmann als Regieassistent längst schon in Position an seinem Schreibtisch vor der Bühne. War etwas schief gelaufen? Sichtlich betreten erscheint Hauptdarsteller … Weiterlesen

Ein Monat auf dem Lande (Iwan Turgenjew)

Psychologisches aus Russland Mehr als zweieinhalb Stunden währte Iwan Turgenjews hochpsychologische Komödie „Ein Monat auf dem Lande“. Den „russischen Längen“ stand ein hervorragendes Schauspielerteam zur Seite, das insbesondere den Endspurt des Stückes souverän zu gewinnen wußte. Ganz sanft stimmt das informative Programmheft auf die zu erwartende Weitschweifigkeit ein: nicht einprägsame Namen wie Werther, Lear oder Orest sind es, die hier … Weiterlesen

Vaterliebe (Gert Heidenreich)

Packende Dramatik: Starkes Plädoyer fürs Theater Nur einen Tag nach der ganz und gar überflüssigen Darbietung des Tegernseer Volkstheaters hat das Kriminalstück „Vaterliebe“ eindrucksvoll gezeigt, was Theater auch sein kann. Wie überbringt man diese schrecklichste aller Mitteilungen? Das eigene Kind tot, obendrein durch Selbstmord? Und wie würde die betroffene Mutter reagieren, mit nichts zurückgelassen als einem quälenden Abschiedsbrief und einem … Weiterlesen

Das kunstseidene Mädchen (Gottfried Greiffenhagen)

Astrid Kohrs brilliert als „kunstseidenes Mädchen“ Soviel Zulauf mochte man gar nicht erwarten: schließlich stammt der Roman Irmgard Keuns aus den beginnenden 30er Jahren, und wenn Gottfried Greiffenhagen daraus ein Stück für eine einzige Schauspielerin gemacht hat, so muß das fürwahr noch kein Argument für ein volles Haus sein. Wenn das Theater nun aber doch überaus gut besucht war, so … Weiterlesen

Ein Fünf-Sterne-Mann (Maria Manuela Reina)

Großes Interesse am Auftritt von Pierre Brice im Stadttheater Klar, daß Pierre Brice keine Mühe hatte, für ein volles Haus zu sorgen. Schließlich hat die Vorstellung, den sonst so schweigsamen Film-Winnetou im Frack auf der Bühne zu erleben, durchaus ihren Reiz. Und wer schon könnte sich seinem und dem Charme des französischen Akzents entziehen. In Lindau hatte die Wiederholungstournee der … Weiterlesen

Das Mädel aus der Vorstadt (Johann Nestroy)

Saison-Start mit Nestroy weckt vorsichtige Erwartungen zur Theatersaison Nein, das Wienerische wurde ihm nicht vorenthalten, dem „Mädel aus der Vorstadt“ und seinem deliziösen“ Ensemble. Und so entsprach der Theaterauftakt durchaus dem Gusto des Publikums, dem es vorsichtige Erwartungen in die kommende Saison zu wecken vermochte. Das Stück selbst bereichert das Komödiengenre als „Posse mit Gesang“ aufs Köstlichste, nicht zuletzt durch … Weiterlesen

Saisonabschlußfest: Zeughausverein unterstreicht seine kulturelle Bedeutung

Vor Ende der Zeughaus-Saison am kommenden Sonntag gab’s noch einmal ein Fest, das manches Merkmal des bisherigen Programmes in sich trug: Viel Abwechslung, guter Besuch, großes Interesse. Nicht zuletzt sollte damit erneut an die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung appelliert werden. LINDAU – Das gute Wetter hat es ermöglicht: Während sich der Untere Schrannenplatz nachmittags mehr und mehr füllte, konnte die Bühne … Weiterlesen