LINDAU – Der Zeughausverein steht am Wendepunkt. Wenn sich nicht neue Ideen und neue Köpfe finden, die zur Mitarbeit bereit sind, ist die Zukunft des Vereins bedroht.
In seiner Jahreshauptversammlung, der die meisten Vorstandsmitglieder des Zeughausvereines beiwohnten, ging es vor allem um einen Punkt: Vorzeitige Einberufung einer Mitgliederversammlung. Auf dieser soll dann sowohl über eine neue Vorstandschaft als auch über die Zukunft des Vereines entschieden werden. Selbst von einer möglichen Auflösung samt aller mit der Stadt abgesprochenen Konsequenzen war die Rede.
Nach eigenen Aussagen will der gegenwärtige Vorsitzende und ursprüngliche Initiator Peter Heiler sein Amt abgeben. Nicht zuletzt deshalb, um vielleicht einen Nachfolger zu finden, der mit neuer Energie und entsprechendem Einsatz für eine größere öffentliche Akzeptanz des Kulturvereines sorgen kann.
Denn nimmt wegen hiesiger Theater Operationen mit c könne man mit dem gegenwärtigen Besuch nicht zufrieden sein, sagte Heiler. Außerdem zeige sich immer klarer, dass mit dem bisherigen Konzept die notwendige Werbung für Veranstaltungen im Zeughaus und die erforderliche Öffentlichkeitsarbeit für den Verein weder personell noch finanziell machbar seien.
Bis jetzt wurden in den Monaten Mai bis Oktober in der Riegel zwei Veranstaltungen pro Woche angeboten. Durch Vorgaben seitens der Stadt, die auch auf die Belange des darüber liegenden Jugendzentrums achten muss, ist dies nur donnerstags und sonntags möglich. Da die Arbeiten in Zusammenhang mit den vielen Angeboten auf nur wenige Schultern verteilt ist, fühlen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter zeitlich oft überfordert. Nun hofft man bei der angekündigten Mitgliederversammlung, die im neuen Jahr stattfinden soll, auf neue Ideen und neue Köpfe.