Vier junge neue Gesichter

 LINDAU – Vor allem der politische Nachwuchs erfreute die Lindauer Sozialdemokraten bei ihrem Neujahrsempfang am Donnerstag im Marmorsaal.

Vier junge Männer seien gerade in die SPD eingetreten, freute sich Ortsvorsitzender Erich Grötsch-Stöhr. Alle sind noch nicht 18 Jahre alt. „Wir hoffen natürlich, dass das mal der Kern einer schlagkräftigen Jusogruppe wird“, sagte Grötsch-Stöhr unter dem Applaus der fast 50 Genossen und Gäste. „Sowas hat es schon lange nicht gegeben“, stimmte Hermann Dorfmüller in den Jubel ein. Der Sprecher der Stadtratsfraktion freute sich darüber, dass in den letzten Monaten so viele neue Gesichter zur Lindauer SPD gefunden hätten.

„Im letzten Jahr war es ziemlich kalt in der Welt“, blickte Landrats-Kandidat Eduard Leifert zurück. Nicht nur die Terroranschläge ließen schaudern, auch ein Blick beispielsweise auf das bitterarme Afrika mache wenig Hoffnung. Auch in Deutschland sieht Leifert die Kluft zwischen Reich und Arm größer werden. Vorstände großer Unternehmen genehmigten sich gewaltige Gehaltssteigerungen, während sie reihenweise Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen.

Doch Leifert appellierte an die Genossen, nicht ins allgemeine Jammern einzustimmen. Es sei eine deutsche Eigenschaft, sich auf hohem Niveau das Leben mies zu machen, meinte der 59-Jährige. Natürlich fehle in Bund, Land, Landkreis und vielen Gemeinden das Geld. Doch das sei kein Anlass, den Kopf hängen zu lassen. Vielmehr seien durchgreifende Entscheidungen gefragt. „Ich habe nicht vor, mich in die pessimistische Ecke drängen zu lassen, gerade nicht in unserem Land.“

Mit vier jungen Genossen durften die Lindauer Sozialdemokraten beim Neujahrsempfang anstoßen. Unser Bild zeigt (von links): Hermann Dorfmüller, Helmut Neudert, Eduard Leifert, Sabine Erber, Winfried Hamann sowie (vorne) Andreas Jochum (17) und Kilian Riedel (17) und Sebastian Trettel (16) und Moritz Löhr (16).