Variationen über bekannte Melodien

Wenn Beethovens drei Variationszyklen für Cello und Klavier auf einem Konzertprogramm stehen, haben in der Regel auch jene Besucher ihre Freude, die sonst mit Kammermusik nicht allzuviel anzufangen wissen; handelt es sich doch dabei um so bekannte Melodien wie „Tochter Zion“ von Händel, „Ein Mädchen oder Weibchen“ und „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Zauberflöte, über die Beethoven seine herrlichen Variationen geschrieben hat. Rund 50 Zuhörer hatten sich im Maria-Martha-Stift eingefunden, die sich am soliden Spiel der Rumänin Violetta Veges und des Pianisten Jürgen Jakob erfreuten. Der warme und satte Ton des Cellos in den Tiefen verfehlte auch in den drei Phantasiestücken Robert Schumanns seine Wirkung nicht, gelegentliche Intonationstrübungen fielen allenfalls in den hohen Lagen und bei komplizierten Läufen auf. Seinen effektvollen Abschluss fand das Konzert mit dem „Gnomentanz“ von David Popper.