…“aus Egg im Walde stammen wir“, doch wer von dieser „Egg-Big-Band“ verschämte Annäherungsversuche an Jazzgrößen jenseits des Bregenzerwaldes vermutet hatte, lag gründlich’daneben. Inspiriert vom verhältnismäßig guten Besuch im Zeughaus brillierte das rund 20-köpfige Ensemble in fast allen Big-Band-Disziplinen. Mit kompakten Bläsersätzen, rhythmischer Sicherheit und großartiger dynamischer Abstufung bauten sie ein Programm auf, das sich souverän zwischen Standards, südamerikanischen Reißern und kraftvollen Filmtiteln (Pink Panther, James Bond) bewegte. Mit „A Lovin‘ Man“ gelang ihnen zudem eine musikalisch sensible und glaubwürdige Verneigung vor den Opfern des Terrors in Amerika. Vor diesem Hintergrund fügte es sich dann gut, wenn besonders übermütige oder spektakuläre Soli ausblieben. Der ansteckenden Wirkung ihrer Musik indes tat das keinerlei Abbruch, denn lange vor der dritten Zugabe „Mercy, Mercy“ waren Publikum und Musiker in bester Jazzlaune, und auch das Zeughaus selbst durfte aus dem Munde der „Egg-Big-Band“ endlich wieder ein uneingeschränktes Lob entgegennehmen: „ein herrliches Ambiente!“