Stimmungsvolle Kulisse für „Harmoniemusik“

Der Schrannenplatz war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als die Bläser des Münchner „Theaters am Gärtnerplatz“ einige der schönsten Werke zum Besten gaben, die je für die so genannte „Harmoniemusik“ geschrieben wurden. In ihrer üppigsten Besetzung – je zwei Oboen, Klarinetten, Hörner und Fagotte plus Kontrabass – waren diese zu ihrer Enstehungszeit im 18. Jahrhundert vor allem dafür bestimmt, die berühmtesten Opernarien auch außerhalb einer teuren Aufführung zu hören und dem Komponisten (oder Kopisten) zusätzliche Einnahmen zu bescheren. Heute spielen sie ihre wichtigste Rolle vor allem bei stimmungsvollen, serenadenartigen Veranstaltungen.

Gerade der herrlich ausgeleuchtete Schrannenplatz bot hier bei angenehmen Temperaturen eine hinreißende Kulisse, um das begeisterte Publikum insbesondere durch die großen Opern Mozarts zu führen. Dies geschah auch verbal durch einen sangeskundigen und stimmgewaltigen Sprecher, der danach ebenso die Ausschnitte aus Smetanas „Die Verkaufte Braut“ oder Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ kenntnisreich und humorvoll moderierte. Das stilvolle und hochprofessionelle Spiel des „Ensemble Opera Concertante“ beendete das abendliche Konzert mit einem Potpourri aus „Porgy und Bess“ von Gershwin und gab Mozarts „Champagnerarie“ als Zugabe.