„Kampf gegen Windmühlen“

LINDAU – Mit einer kleinen Feier im Zeughaus hat das „Theater Blauer Kater“ sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei gab es nicht nur feierliche Worte zu hören und zu lesen.

In Anwesenheit von Landrat Manfred Bernhardt als Schirmherr und Oberbürgermeisterin Petra Seidl kamen am Samstag viele Ehemalige, aber auch treue Besucher der agilen Theatergruppe um Elisabeth Gessau zum Jubiläumsfest ins Zeughaus. Dafür, dass der „Blaue Kater“ viele Lindauer mit seiner Kunst beschenkt habe, dankte der Landrat und überreichte außerdem einen Scheck in Höhe von 500 Mark. Er freute sich, dass die Inszenierungen des Ensembles nicht dazu beitrügen, das „Pathologische der Gesellschaft“ darzustellen, sondern immer „das Gute hervorheben.“

Neben mehreren musikalischen Beiträgen – darunter einer verwegenen Klanginstallation durch Günther Bachstein – gab es eine schauspielerische „Putzpause“ und mehrere Kostproben aus der aktuellen Revue „Mann o Mann“, die am kommenden Wochenende ihre öffentliche Premiere hat.

„Schwierigste Bedingungen“

Rund ein Drittel der 80-seitigen Festschrift besteht aus einer Dokumentation, welche die zahlreichen fehlgeschlagenen Versuche des Blauen Katers zeigt, seitens der Stadt sowohl geeignete Räume als auch Subventionen zu erhalten. So empfindet Elisabeth Gessau ihre Arbeit als „Kampf gegen die städtischen Windmühlen“. Die 15 Jahre nennt sie eine „lange Zeit für ein kleines Theater ohne Subventionen, Theaterarbeit unter schwierigsten Bedingungen und ohne eigene Spielstätte“.