Die Sommerpause ist zu Ende

Jazzbassist Peter Bockius und Sunk Pöschl am Schlagzeug verrichten ihre musikalische Feinarbeit gewöhnlich mit geschlossenen Augen. „Augen zu und durch“ ist in ihrem Fall also der Auftakt zu raffiniertem, mit gehaltvollen Überraschungen durchsetztem Jazz. Zahlreiche Zuhörer fanden sich erstmals nach der Sommerpause wieder im „Zecher“ ein. War es doch diesmal der Schweizer Startrompeter und Flügelhornist Patrick Lehmann, der zusammen mit Tilman Günther am Klavier den Nachweis erbrachte, dass sich nur Musiker erster Güte einfinden, wenn Bockius zum Konzert bittet. Ihm ist es neben seinem gewohnt exzellenten Spiel gelungen, seine typischen, humorig-galligen Ansagen so zu formulieren, dass sie auch zu Zeiten wie diesen passten. Mit einem Stück wie etwa „God bless the child“ entstand dann jene Nähe zum aktuellen Tagesgeschehen, die unaufdringlich den Sinn und die Notwendigkeit künstlerischen Gegenhaltens vermitteln kann.