Ein Sortiment Klo-Pöppel, weißgestrichen, eine Weltkarte als Spielfeld, vor allem aber zwei Schauspieler, die über genügend Fantasie und Ausdrucksfülle verfügen – mehr bedurfte es nicht, um Grimms Märchen „Sechse ziehen durch die Welt“ in ein kurzweiliges Theaterstück zu verwandeln. Wieder waren es René Schack und Florian Stiehler, die nach ihre fulminanten Leistung bei „Dreier ohne Simone“ zeigten, dass es gerade auch bei Kinder- und Jugendtheater vorzüglicher Schauspieler bedarf, um einen nachhaltigen Eindruck zu erwecken. Wie gebannt verfolgten die Kinder auf der Hinterbühne des Stadttheaters, wie es dem enttäuschten Soldaten gelang, mithilfe origineller Weggefährten an den Reichtum des ungerechten Königs zu kommen. Mit Pantomime, Humor und unzähligen Verwandlungen erschufen die Darsteller eine Märchenwelt, an der Jung und Alt ihr Vergnügen hatten. Nach der jüngsten überaus erfolgreichen „Internationalen Künstlerbegegnung“ erweist sich das Theaterfestival „Triangel“ als weiteres Highlight des städtischen Kulturlebens.