Abalance 2000 – Waterloo – A Tribute to ABBA 

Eine Hochburg für Abba-Fans scheint Lindau nicht gerade zu sein; die aber, die ins Festzelt vor der Lindauer Spielbank gekommen waren, um die 1974 einsetzende Karriere der schwedischen Band nochmals mitzuverfolgen, bekamen eine Bühnenshow geboten, die sie für ein paar Stunden in alte Zeiten zurück versetzte.  

„Waterloo“, „Take a chance on me“, „Dancing Queen“: gleich die ersten Nummern erinnerten schnell daran, wie zahlreich die Hits dieses Quartetts damals waren. Im leider zu großzügig bemessenen Zelt vor der Spielbank wollte man aber nicht nur an diese Hits erinnern, sondern war über eingespielte Filme auch bemüht, einen historischen Rückblick über die Pop-Legende anzubieten. Für möglichst authentische Atmosphäre sorgten darüber hinaus  zahlreiche Kostümwechsel und Tänzerinnen, wie man sie aus den Pop-Sendungen jener Zeit kennt. 

Bei Stücken wie „Gimme Gimme“ und „Super Trouper“ war dann schließlich die große Tanzfläche von denen belagert, die schon damals auf die Musik von Abba getanzt haben. Gewiss, der Hauptteil der musikalischen Begleitung wurde im Playback eingespielt – andernfalls wären die Gitarre und das Keyboard als einzig sichtbare Instrumente doch ein wenig überfordert gewesen. Der Gesang indes, so darf man mutmaßen, war echt – und kam dem Original tatsächlich sehr nahe. Zumindest bei den weiblichen Repräsentantinnen der legendären Erfolgsgruppe. Dazwischen sorgten ein paar Sketche im Ossi-Ton – meist Wortspiele aus Abba-Hits – für Spaß und gute Laune. Das hat nicht zuletzt die Bereitschaft des Publikums gezeigt, bei einem Stück wie „I do I do I do“ brav den Mitmach-Aufforderungen des Conférenciers zu folgen.

Wohl viele im Zelt hatten die unglaubliche Karriere von Abba damals miterlebt, können wohl auch unterstreichen, was in einem der eingeblendeten Interviews mit damaligen Fans so frappant auf diesen Nenner gebracht wurde: „Die Musik von Abba ist einfach schön und macht fröhlich.“ Einiges von dieser schlichten Tatsache hat der Abend im Festzelt durchaus vermitteln können. Darüber allerdings, dass die Zeit auch über diese Art von Musik unbarmherzig hinweggegangen ist, konnte selbst das ganze atmosphärische Beiwerk nicht hinwegtäuschen.