Mit Zuwachs in das neue Jahr

LINDAU – Es hat sich gelohnt: Mit dreizehn Konzerten – davon die letzten sechs ausverkauft – seit der letzten Mitgliederversammlung, einem eigenen Club-Raum samt Klavier und der Überschreitung der „Schallmauer“ auf nunmehr 102 Mitglieder hat der Jazzclub zusehends an Attraktivität gewonnen.

Auch wenn die Suche nach einer eigenen Bleibe lange währte, so hat sie sich letztlich doch ausgezahlt: Der Jazzkeller im Gasthaus „Zum Zecher“ findet nicht nur großen Anklang beim immer zahlreicher werdenden Publikum, sondern machte die Umgestaltung nach eigenen Vorstellungen erst sinnvoll.

Vorsitzender Herbert Kiefer würdigte in seinem Jahresbericht denn auch all die Helferinnen und Helfer, die ihn bei dieser Arbeit unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt dabei seinen beiden Vorgängern Andreas Falkenroth und Herrmann Föhr, die den Club trotz schwieriger Umstände über dessen „heimatlose“ Zeit geführt haben.

Noch einmal ließ er die letzten 13 Konzerte Revue passieren und gewährte einen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen. Auch die sauber geführte Kasse, die immerhin einen ausreichenden Bestand auswies, um derzeit „ein kleines, kalkulierbares Risiko bei Veranstaltungen“ einzugehen, trug dazu bei, dass Kassierer und Vorstand einstimmig entlastet wurden. Erleichtert wies Herbert Kiefer auf die Tatsache hin, dass die jetzt genutzten Räumlichkeiten fest zugesagt sind.

In der nachfolgenden Diskussion wurden zahlreiche Anregungen für künftige Aktivitäten aufgenommen; doch war es kaum verwunderlich, dass beim gegenwärtigen Besucherandrang der Vorschlag nach einem kompakten Veranstaltungsfolder mit höherer Auflage auf Bedenken stieß, da man schon jetzt immer wieder an die räumlichen Grenzen des Kellers stoße.

Ein Grund hierfür sei auch der Umstand, daß gerade von den neuen Mitgliedern (30) viele zu regelmäßigen Besuchern wurden – und dieser Trend halte nach wie vor an. Besondere Aufmerksamkeit erhielt schließlich der Vorschlag von Wolfgang Fauser, im Frühjahr des kommenden Jahres einen sogenannten „Insel-Jazz“ zu veranstalten. Dafür wurde eine eigene Arbeitsgruppe gebildet, die nun klären soll, welche Räume und Gaststätten in Betracht kommen, um ein Wochenende lang sowohl der Bevölkerung als auch seinen Gäste den Reiz des Jazz nahezubringen.

Dass die Voraussetzungen für die Vorbereitung und Durchführung eines solchen „Großereignisses“ schon lange nicht mehr so gut waren, machten die motivierten und engagierten Mitglieder jedenfalls unmissverständlich deutlich.