Abwechslung und große Bandbreite

LINDAU – Wahrscheinlich hat die wetterbedingte Verschiebung der Sommerserenade auf den neuen Termin mehr Zuschauer gebracht als das ursprünglich vorgesehene Datum. Im Mittelpunkt stand auch jetzt die „Max und Moritz-Kantate“, die infolge einer abwechslungsreichen Darbietung starken Eindruck auf die Zuhörer in der Inselhalle machte.

Nach der musikalischen Begrüßung durch Hermann Ulmschneiders Trompetenensemble und das Bläservororchester mit Thomas Spies wies Musikschulleiter Gerhard Kirchgatterer auf das fruchtbare Zusammenwirken der Antonio-Huber-Schule hin, die im gleichen Hause wie die Musikschule untergebracht ist. Ihre Schüler waren es, die ausdrucksvolle Bilder für die Geschichte von Wilhelm Busch gemalt hatten und so den guten Eindruck dieser Aufführung unterstreichen halfen. Unter der Leitung von Regina Kuhn, die gekonnt und anschaulich die bekannten Streiche von Max und Moritz rezitierte, war es vor allem der prächtig und überaus verständlich singende Kinderchor, der dies^ Kantate prägte. Erstaunlich auch die Leistungen des jungen Instrumentalensembles, das den musikalischen Teil sicher begleitete.

Nach der pastoralen Stimmung, die der Querflötenkreis unter Helmut Hager verbreitete, ließen Andrea Wetzel und Tanja Stohr mit ihren Oboen aufhorchen: In guter gegenseitiger Abstimmung trugen sie zwei Stücke von Ivan Jekov vor und belegten damit wieder einmal die instrumentale Bandbreite, die die Musikschule zwischenzeitlich abdeckt. Folkloristisch angehaucht waren danach der rhythmisch elegante „Tango“ und der zum Mitklatschen animierende „Casatschok“, die Elena Hagers Gitarrenspielkreis souverän meisterte. Professionell abgeklärt brachte sich die Lehrerband mit „Autumn Leaves“ in Position und erntete damit viel Applaus. Auch „Little Brown Sugar“, das durch ein starkes Solo aus den Reihen des Saxofonensembles von Stefan Heitz beeindruckte, schloss sich nahtlos dem spielerischen Niveau der Lehrkräfte an. Noch einmal war der Gitarrenspielkreis, diesmal mit den Erwachsenen, zu hören: Ein „Irischer Tanz“ und ein flüssig interpretierter „Beguine“ zeigten die Ausdrucksvielfalt dieser Besetzung.

Für einen rockigen Abschluss sorgte schließlich eine Schüler-Lehrer-Combo unter der Leitung von Berthold Reusch. Und dass „Oye Como va“ genau der richtige Abschluss war, bewies der kräftige Applaus, der offenkundig auch dem Engagement und der Darstellungsvielfalt der Lindauer Musikschule galt.